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Chronik des SV Gutenstetten
 
Nach Ende des 2. Weltkrieges strömten viele Flüchtlinge und Heimatvertriebene zu uns nach Gutenstetten. Durch die somit ansteigende Einwohnerzahl kam man irgendwann auf die Idee, einen Sportverein zu gründen. Treibende Kräfte waren hier Hans Seidel und Ludwig Müller. Das Vorhaben wurde mit einheimischen Burschen längere Zeit besprochen, doch erst nach einigen Monaten traf man sich zu einer Versammlung.
So fanden sich im April 1949 in der Brauerei Windsheimer etliche junge Männer zusammen und verwirklichten die Gründung des Sportvereines. Über dieses Treffen existieren leider keine Vereinsunterlagen mehr, so daß nicht genau rekonstruiert werden kann, wann diese Gründung schließlich stattfand und wer damals teilnahm. Nach mündlicher Überlieferung gehören jedoch fogende Personen der "ersten Stunde" unseres Vereines an und dürfen sich Gründungsmitglieder nennen:
Hans Windsheimer sen., Hans Seidel, Ludwig Müller, Erwin Nitsche, Egon Happak, Walter Nitsche und Franz Schmidt.
In dieser ersten Versammlung wurden als 1. Vorstand Hans Windsheimer sen. bestimmt, der dieses Amt weitere 14 Jahre ausüben sollte. Die Funktion des Spielleiters und gleichzeitig des Kassiers wurde Egon Happak zugetragen. Als Vereinslokal wurde die Brauerei Windsheimer festgelegt, wo die Ausschußsitzungen und Versammlungen in den nachfolgenden Jahren mitunter in der Küche abgehalten wurden.
 
Als erstes Mitglied in unserem Verein wurde
Hans Windsheimer sen., der damalige 1.Vorstand, geführt.
 
An dieser Stelle muß erwähnt werden, daß die einheimische Bevölkerung dem neuen Verein mit einer gewissen Skepsis gegenüber stand. Der Großteil war der Meinung, in solch einer kleinen Gemeinde wie Gutenstetten, würde sich ein Sportverein auf Dauer nicht halten können. Diese Bedenken wurden mit der heutigen 50-Jahr- Feier des SV Gutenstetten widerlegt. Apropos SV Gutenstetten: Es „überlebte aus den Anfangsjahren ein Vereinsbuch, welches seltsamerweise die Überschrift „FC Gutenstetten trägt.
 
Einige Wochen nach der Vereinsgründung wurde das erste Spiel einer Gutenstettener Mannschaft ausgetragen. In Gerhardshofen kam man dann gleich zum ersten Sieg mit einem 2:1. In dieser Elf spielten damals:
F. Barthel, Hans Seidl, Ludwig Müller, Christian Lindner, Friedrich Werner, Walter Hofmann, Hans Lindner, Christian Rodermund, Erich Happak, Erwin Nitsche und Toni Dlouky.
Mit der Zeit stellten sich Fragen nach einem Sportplatz, Trikots und anderen Anschaffungen für den Spielbetrieb. Von der Schreinerei Maison wurden damals extra 200 DM ausgeliehen, wofür die wichtigsten Dinge gekauft wurden.
Zu den Trikots sei hier gesagt, daß von der Brauerei Windsheimer extra Aufnäher mit den "drei Lilien" gestiftet wurden, die noch heute im Logo der Brauerei erkennbar sind. Diese Embleme wurden in mühevoller Kleinarbeit auf die Trikots aufgestickt.
Vom damaligen Bürgermeister Hans Gressel wurde uns nach Rücksprache mit dem Gemeinderat eine Fläche zum Bau eines Sportplatzes zur Verfügung gestellt. Es handelte sich hierbei um die Schafweide an der Steinach. Allerdings war damals der Begriff „Sportplatz doch recht übertrieben; das Gelände war mitBinsen überwuchert und hatte teilweise einen Höhenunterschied bis zu einem  3/4 Meter. Von den heute vorgeschriebenen Maßen in Länge und Breite ganz zu schweigen. Jedoch konnte durch vorbildlichen Kameradschaftsgeist unter Aufopferung der Freizeit aller Sportfreunde der Platz in jahrelanger Arbeit soweit hergerichtet werden, daß ein Spielbetrieb aufgenommen werden konnte.
 
am 4. September 1949 fand das Einwweihungsspiel auf dem geschaffenen Sportplatz in Gutenstetten gegen eine Mannschaft aus Stübach statt. Man trennte sich schließlich nach fairem Kampf mit einem 5:5-Unentschieden.
Am 05.11.1949 wurde der SV Gutenstetten beim Bayerischen Landessportverband aufgenommen. Als Vereinsfarben wurde Gelb-Blau festgelegt.
 
In der Saison 50/51 nahmen wir erstmals an einer Verbandsrunde teil, kamen aber über den letzten Tabellenplatz nicht hinaus.
Zu diesem Zeitpunkt war unsere Mitgliederzahl von anfangs 48 auf mittlerweile 117 angestiegen.
 
Im Jahr 1954 wurde erstmals eine Jugendmannschaft unter Leitung von Ludwig Müller ins Rennen geschickt. Mit dem damaligen Spielführer Leonhard Gressel errangen diese sogar auf Anhieb die Gruppenmeisterschaft.
 
Auch kulturell war der SVG nicht untätig. So wurden von Anfang an Faschingsbälle abgehalten, jährlich Vereinsausflüge veranstaltet sowie Theater gespielt.
 
Im Jahr 1959 errichtete der SVG auf seinem Platz ein Häuschen mit zwei Umkleidekabinen. Dazu wurde von der Zentralmolkerei in Uehlfeld billig eine abbruchreife Barracke erworben, die von den meisten Sportkameraden zusammen Instand gesetzt wurde. Treibende Kraft an diesem Bau war der damalige Spielleiter Erwin Haag. Rechtzeitig zum 10jährigen Vereinsbestehen wurde dieser Bau beendet. Nachdem das Meiste in eigener Regie aufgebaut wurde, kam die Errichtung recht billig. Lediglich für die Baumaterialien und die Fertigstellung des Dachstuhles entstanden Unkosten in Höhe von 500.-DM.
Dieses erste "Sportheim" steht noch heute.
 
Am 14.Juni 59 veranstaltete der SVG auf eigenem Platz ein Pokalturnier zum 10jährigen Jubiläum. Als Sieger ging Uehlfeld hervor, wir selbst wurden dritter von vier teilnehmenden Mannschaften.
 
In den Vereinsannalen ist im Jahr 1959 erstmals die Rede von einem Trainer. Dieses Amt wurde Georg Wacker übertragen, der die folgenden Übungseinheiten abhielt. Von dem Begriff „Trainer wollte damals aber noch niemand etwas wissen.
Im Jahr 1959 konnten wir auch eine Schülermannschaft auf die Beine stellen.
 
Beim zweiten Pokalturnier, das wir 1960 abhielten, konnten wir erstmals den ersten Platz belegen.
 
In der Folgezeit war der Aufstieg in die nächsthöhere Klasse mehrmals greifbar nahe, doch blieb dieses Ziel immer wieder versagt. Grund dafür sicherlich der Wegzug etlicher Familien aus Gutenstetten und der daraus resultierenden Schwächung der Mannschaften.
 
Nun ein Sprung ins Jahr 1962, aus dem an dieser Stelle einige Zahlen aufgeführt werden. So wurden in einer Ausschußsitzung die neuen Beiträge für die Mitglieder pro Monat festgelegt: Erwachsene mußten 80 Pfennige statt  bisher 50 Pfennig entrichten, Jugendliche 30 Pfennige und Schüler 20 Pfennige. Der Eintritt bei den Spielen wurde für Mitglieder auf 50 Pfennige und für Nichtmitglieder auf 70 Pfennige bestimmt.
Im selben Jahr wurde auf dem Gänswasen unter den Kastanien ein behelfsmäßiger Trainingsplatz errichtet. Zu diesem Zweck wurden eigens zwei Scheinwerfer angeschafft.
In den folgenden Jahren gediehen die Arbeiten an Plätzen weiter. So wurde erstmals eine Brücke über die Steinach zum Sportplatz gelegt. Hierzu diente der Rahmen eines alten Lkw der Brauerei Windsheimer. Auf dem Trainingsplatz unter den Kastanien wurden schließlich Beleuchtungsmasten aufgestellt.
Zurück zum „sportlichen Geschehen.
 
Aus den Annalen des Jahres 1968 sticht folgender Eintrag ins Auge: „ Der Trainer (Georg Wacker) hat bei der Mannschaftsaufstellung etwas mitzureden. Das letzte Wort hat allerdings der Spielleiter". Dies wäre in der heutigen Zeit wohl undenkbar.
 
Um beim Spieljahr 1968 zu bleiben: In dieser Spielzeit gab es wohl die schwärzesten Stunden in der Geschichte des SV Gutenstetten.
Nachdem wieder einmal der Aufstieg in die nächsthöhere Klasse knapp verpaßt wurde, gab es Unstimmigkeiten mit jungen Spielern. Es sollte doch wirklich ein zweiter Verein in Gutenstetten gegründet werden. Bei einer außerordentlichen Generalversammlung am 09.06.1968 kam es deshalb sogar fast zu Handgreiflichkeiten. Anschließend wollten nicht weniger als sieben Spieler der ersten Mannschaft in den neuen Verein „Eintracht Gutenstetten überwechseln. Obwohl nun die Vorstandschaft bereit war, in ihrer Gesamtheit zurückzutreten, zeigten die abgewanderten Spieler keine Verhandlungsbereitschaft. Es kam schließlich zu einer Aussöhnungsverhandlung unter Beisitz der Spvgg Uehlfeld. Dies brachte den ersehnten Erfolg und die ausgetretenen Akteure schlossen sich wieder dem SV Gutenstetten an. Dies nur unter den Bedingungen, daß der Trainer zurück tritt und die Spieler ein Mitspracherecht bei der Aufstellung haben. Weiter sollten die Kosten für den Spielbetrieb vom Verein übernommen werden. Übrigens blieb die alte Vorstandschaft weiter im Amt. Der Verein "Eintracht Gutenstetten", der bereits beim Bayerischen Landessportverband angemeldet worden war, wurde wieder zurückgezogen.
 
Das 20jährige Vereinsbestehen stand im Jahr 1969 über allem. Vom 31. Mai bis 01. Juni dauerte die Festlichkeit. Am damals abgehaltenen Kommersabend sprachen unter anderem Landrat Frühwald sowie Bürgermeister Wehr und Kreisspielleiter Vogtherr. Für langjährige Verdienste wurden etliche Mitglieder des Vereines geehrt. Beim abschließenden Pokalturnier mit vier Mannschaften war im Endspiel der Anstoß dem damaligen Bundespostminister Dr. Werner Dollinger vorbehalten.
 
Im Jahr 1970 gelang nach etlichen vergeblichen Anläufen endlich der Aufstieg in die B-Klasse. Im Entscheidungsspiel gegen den SC Dietersheim gewann auf dem Platz des TSV Neustadt mit 1:0 (Torschütze: Alfred Fritz) und machte den Aufstieg perfekt.
 
Zudem konnten in diesem Jahr die Jugend- und Schülermannschaft jeweils die Gruppenmeisterschaft erringen. Aufgrund dieser hervorragenden Leistungen gab es am 04.06.1970 eine riesige Aufstiegsfeier.
 
Ein Novum der Vereinsgeschichte gibt es aus dem Spieljahr 1969/70 zu berichten. Beim Spiel gegen den FC Neustadt (Endstand 8:0 für Gutenstetten) gab es eine aufsehenerregende Begebenheit, über die am 16.12.69 sogar die BILD-Zeitung berichtete; doch lesen Sie selbst:
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Errichtung des neuen Sportplatzes unter den Kastanien wurde 1970 in Angriff genommen. Hierzu überließen die einheimischen Bauern Hans Müller, Hans Treuheit und Leonhard Distler dem SV Gutenstetten ein Wiesengrundstück zur Bebauung. Dafür erhielten die Stifter von der Gemeinde gleichwertige Wiesen- bzw. Pachtgelder. So entstanden in den folgenden Jahren Sitzgelegenheiten für die Zuschauer, Flutlichter usw.
 
Im Jugendbereich konnten wir wieder einmal eine errungene Meisterschaft feiern. Im Spieljahr 1971/72 gewann unsere Jugend die Kreismeisterschaft Frankenhöhe Nord.
 
Der erste sportliche Tiefschlag erfolgte in der Saison 1972/73, als unsere 1. Mannschaft als Tabellenletzter aus der B-Klasse absteigen und den bitteren Weg in die C-Klasse betreten mußte.
Doch bereits ein Jahr später belegte man in der Tabelle den zweiten Platz und war somit an der Relegation für die B-Klasse berechtigt. Im ersten Ausscheidungsspiel bezwangen wir die Elf aus Weißenbronn mit 2:1. Das alles entscheidende Spiel gegen den SV Großohrenbronn verloren wir jedoch mit 3:5 Toren und mußten ein weiteres Jahr in der C-Klasse verbringen.
In der Saison 1975/76 war es dann soweit; wir beendeten die Saison überlegen als Tabellenerster und konnten zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte den Aufstieg in die B-Klasse feiern.
 
Am 12. Juni 1976 veranstaltete der SV Gutenstetten zu ersten Mal eine Sonnwendfeier. Diese wurde auf dem Steinbühl abgehalten.
 
In der Spielzeit 1976/77 die nächste errungene Meisterschaft. Diesmal wurden unsere Schüler Gruppenmeister.
 
Wie nach dem Fahrstuhlprinzip ging es für uns in der Saison 1978/79 wieder eine Klasse tiefer, nachdem wir in der B-Klasse abgeschlagen einen Abstiegsplatz belegten.
 
Im Jahr 1981 wurden wir als „eingetragener Verein an den Bayerischen Landessportverband gemeldet und unter dem Namen „SV Gutenstetten e.V. ins Vereinsregister eingetragen. Außerdem begannen die Planungen für einen zweiten Platz neben dem bisherigen Spielfeld unter den Kastanien.
 
Ein Jahr später kam man zu der Erkenntnis, daß aufgrund der bevorstehenden Errichtung des neuen Sportplatzes ein reguläres Spielen auf dem bisherigen Felddirekt daneben  nicht möglich ist. Es mußte nämlich der "alte" Platz verschoben werden, damit das neue Spielfeld angebaut werden konnte. Deshalb wurde festgesetzt, daß der Bolzplatz in Reinhardshofen als Ausweichplatz für die kommende Saison dienen sollte. Nun war da jedoch noch die Frage, woher der Strom für die Flutlichter bezogen werden könnte. Glücklicherweise stellte sich Sportkamerad Herbert Bienert, der nur wenige Meter vom damaligen Bolzplatz wohnte, zur Verfügung und erlaubte, daß der Verein kostenlos Strom auf seine Kosten beziehen dürfe.
 
Eine weitere Abteilung im Verein wurde gegründet, als sich der Wanderverein Gutenstetten im Jahr 1984 dem SV Gutenstetten anschloß. Diese „Ehe sollte jedoch nicht lange dauern, denn nachdem noch nicht einmal ein Jahr vergangen war, trennten sich die Wanderfreunde wieder von den Fußballern.
 
Im selben Jahr wurde die Damengymnastikgruppe gegründet, die bis zum heutigen Tag einmal in der Woche trainiert. Als damalige Abteilungsleiterin wurde Evi Pfund bestimmt. Die ersten Übungseinheiten wurden von Heidi Pfeiffer geleitet.
 
Weiterhin konnten wir im Jahr 1984 endlich den Bau unseres neuen Platzes beenden. Zur Platzeinweihung fand extra ein Pokalturnier statt. Zudem wurde für die D-Jugendlichen ein Spitzenspiel gegen die gleichaltrigen Schüler des 1.FC Nürnberg ermöglicht.
 
Den dritten Meistertitel in der C-Klasse konnten wir im Jahr 1985 feiern. Der Grundstein dafür wurde am 28. April diesen Jahres (fünftletzter Spieltag) gelegt, als es zum Spitzenspiel zwischen dem damaligen Tabellenführer Spvgg Uehlfeld und uns als Tabellenzweiten kam. Das Spiel wurde groß angekündigt.
 
Diese Begegnung konnten wir mit 2:1 für uns entscheiden und punktemäßig mit Uehlfeld gleichziehen. Im Saisonendspurt gewannen wir alle restlichen Spiele und profitierten vom Ausrutscher der Konkurrenz. Somit war der dritte Aufstieg in der Vereinsgeschichte unter Dach und Fach gebracht worden.
 
Wie schon in den Jahren zuvor konnte man jedoch nicht lange B-Klassen-Luft schnuppern und wir stiegen postwendend im darauffolgenden Jahr als Tabellenletzter wieder in die C-Klasse ab.
 
Eine Premiere für den SV Gutenstetten war die erstmalige Versanstaltung eines Open-Air-Konzerts. Im Sommer 1986 wurde dafür eigens die Gruppe „Motion Sound engagiert. Auch für die nächsten Jahre sollten Veranstaltungen dieser Art fester Bestandteil der Vereinsaktivitäten sein.
 
Ganz im Zeichen  unserer 40-Jahr-Feier stand das Jahr 1989. Über vier Tage wurde ein Fest abgehalten, welches im etwas kleineren Rahmen gestaltet wurde. An vier Tagen hielten wir ein Schafkopfrennen, einen Maitanz sowie einen Festabend ab. Highlight war das Starten eines Heißluftballons.
 
In der Spielzeit 1990/91 errang unsere C-Jugend zusammen mit den Jugendlichen aus Diespeck in einer Spielgemeinschaft die Kreismeisterschaft.
 
Unsere 1.Mannschaft schaffte im selben Spieljahr den Aufstieg in die B-Klasse. Die damalige Mannschaft ließ der Konkurrenz keine Chance und sicherte sich den ersten Tabellenplatz mit sage und schreibe 53:7 Punkten bei einem Torverhältnis von unglaublichen 127:28 Toren.
 
Unserer 1. Mannschaft war es nun vier Jahre lang vorbehalten, in der B-Klasse zu spielen, ehe wir in der Saison 1994/95 wieder einmal den Gang in die tiefste Klasse unserer Region antreten mußten. Abgeschlagen mit zehn Punkten zum rettenden Ufer, sprich dem Klassenverbleib, stiegen wir leider ab.
 
Im Jahr 1995 fand eine ganz besondere Ehrung statt. Vom damaligen 1.Vorstand Helmut Distler wurde Hans Windsheimer jun. zu Ehrenvorstand ernannt. Unser "Hans" war bis dato 30 Jahre für den SV Gutenstetten aktiv; er hatte 24 Jahre das Amt des 1.Vorstandes sowie 6 Jahre das Amt des 2.Vorstandes inne. Zudem war er sich auch nicht zu schade, nebenher die Ämter als Senioren- und Jugendspielleiter zu übernehmen. Auch heute noch ist unser "Hans" da, wenn wir, der Sportverein, etwas von ihm brauchen.
 
Eine neue Idee war mit der Veranstaltung "Spiel ohne Grenzen" geboren. Abgehalten im Jahr 1996 kämpften acht Mannschaften auf dem B-Platz des Vereines ums Prestige. In verschiedenen Disziplinen maßen sich die Teilnehmer.
 
Unser amtierender 1. Vorstand Peter Schrumpf hatte im Jahr 1997 die Idee, eine Sportlerkerwa zu veranstalten. Diese wurde selbiges Jahr zum ersten Mal durchgeführt und ist mittlerweile ein fester Begriff in Gutenstetten geworden. Von den Gemeindemitgliedern, wie auch von Auswärtigen wurde dieses Fest begeistert aufgenommen und jedermann freut sich schon auf das nächste Jahr, wenn der SV Gutenstetten wieder zur Sportlerkerwa einlädt.
 
Zurück zum "runden Leder": Nach zwei Jahren in den Niederungen der C-Klasse spielten wir in der Spielzeit 1997/98 eine gute Rolle im Kampf um den Aufstieg. Man konnte einen zwischenzeitlichen Rückstand von fast zehn Punkten auf einen der Aufstiegsplätze wettmachen, verspielte aber in den letzten beiden Saisonspielen mit zwei Unentschieden einen möglichen Aufstieg.
 
Die Spielzeit 1997/98 brachte eine weitere Neuerung beim SV Gutenstetten. Es wurde beschlossen eine Vereinszeitschrift zu erstellen. Als Redakteure fungieren seitdem Sabine und Detlev Seeger. Im vierteljährlichen Turnus sollen unseren Bürgern der Gemeinde die Aktivitäten und Geschehnisse im Verein auf und neben dem Platz nahegebracht werden. Die "Sporttribüne" ist mittlerweile ein Begriff in Gutenstetten und wird von jedermann interessiert gelesen.
 
Hier wäre unser geschichtlicher Rückblick auf 50 Jahre SV Gutenstetten fast beendet. Vergessen wollen wir an dieser Stelle nicht die Akteure, die zu jedem Fußballspiel dazugehören, aber fast nie erwähnt werden: die Schiedsrichter. In den Vereinsannalen konnten wir ein Foto entdecken, auf dem vier unserer langjährigen Referees abgebildet sind.
 
Abschließend sei erwähnt, daß die hier geschilderte Vereinsgeschichte aufgrund der vom SVG geführten Annalen geschrieben wurde. Es kann durchaus sein, daß Datums- oder Namensangaben nicht immer ganz korrekt wiedergegeben wurden. Wir bitten dies zu entschuldigen. Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle Otto Fuß. Er als zeitgeschichtlicher Augenzeuge sammelte seine Erkenntnisse aus den Jahren 1949 bis 1961 und brachte diese nachträglich zu Papier. Ohne seine Hilfe wäre eine Rekonstruktion der Vereinsgründung und der Geschehnisse der weiteren Jahre nicht mehr möglich gewesen, da vereinsinterne Unterlagen aus der Anfangszeit des SV Gutenstetten nicht mehr existieren.
 
 
Die Vereinschronik wurde recherchiert und verfasst von Detlev Seeger im Jahre 1999 anläßlich des 50-jährigen Vereinsjubiläums.
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